Cynx Cynical World
Beiträge getaggt mit RPC
Nachwirkungen
19. Apr
Einen Tag nach der Roleplay Convention löst diese Schlagzeile auf SpOn bei mir andere Assoziationen aus.
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Role Play Convention 2009
06. Apr
“Das Rollenspiel ist tot, lang lebe das Rollenspiel“, dieses Motto wird durch die Erfolgsgeschichte der Role Play Convention bestätigt. Gestartet 2007 in der Halle Münsterland, musste der Veranstalter nach schon zwei Jahren in Kölnmesse umziehen, da die Besucherzahlen stetig nach oben gingen und für dieses Jahr über 20.000 Besucher erwartet wurden. Dabei deckt die RPC die komplette Bandbreite des Genres Rollenspiel ab, vom klassischen Pen&Paper-Rollenspiel, über artverwandte Tabletop, Brett- und Kartenspiele, Larp bis hin zu Computer-Rollenspielen als Single-Player oder MMORPG.
Als langjähriger Besucher Besucher der Spiel in Essen, war ich gespannt was die RPC zu bieten hatte und so brach ich mit meinem Luftschiff am frühen Samstag Morgen gen Köln auf. Dank Æther-Navigator war die Messe Köln schnell gefunden und ein Parkplatz gefunden. Acht Euro Parkgebühr ist zwar happig, aber leider auch ein normaler Messepreis. Dafür waren es nur wenige Meter bis zum Eingang mit dem die Flyer-Hölle losging. Überhaupt Flyer, kommt mir das nur so vor oder hat mit dem Einzug der digitalen Druckmöglichkeit, auch das Aufkommen an Flyern massiv zu genommen? Da wird nicht mehr nur ein Flyer in die Hand gedrückt, sondern gleich eine ganze Tüte voll. Praktisch könnte man sich denken, so hat man gleich ne Tüte für die restlichen Flyer, nur gibt es leider auch mehrere von diesen Flyer-Wundertüten…
Halle 1 gab sich dunkel und wurde von den Computer-Spielen beherrscht und das in erster Linie akustisch. Die Beschallung war zum Teil ohrenbetäubend und machte es schwer ein normales Gespräch zu führen oder gar das Klingeln das Handys zu hören, um seine Freunde zu finden. Ich hatte das Gefühl, dass die Computerspieler nur den Ort wo sie sitzen gewechselt hatten: Daheim vor dem PC, auf der Messe vor der Bühne mit der Großbild-Leinwand. Dabei gab es so viel mehr zu sehen und zu entdecken und hoffentlich hat der eine oder andere Zocker den Bildschirm an diesem Wochenende auch mal verlassen, um sich die anderen Facetten des Rollenspiels anzuschauen, denn nur wenige Schritte weiter zeigten die Veranstalter der Mythodea-Reihe, wie Rollenspiel auch aussehen kann und bewarben ihre Cons mit Messepreisen. Etwas versteckt und meiner Meinung nach zu dunkel, der Stand der Mittellande e.V., ein Zusammenschluss von unterschiedlichsten Larpländern mit dem Ziel eine gemeinsame Welt zu bespielen.
Von dort aus ging es über in die nächste Halle, im Zwischenbereich das übliche Messe-Restaurant mit Fastfood und … DJs?! Hinter den Turntables mischten ein paar Jungs etwas verloren Dancefloor-Musik zusammen, die keine Beachtung fand. Waren die von einer vorherigen Veranstaltung über geblieben oder hat man sich gedacht: “Jugendliches Publikum: Da muss nen DJ her?” Man wird es wohl nie erfahren und die DJs werden dort heute immer noch mischen…
Halle 2 widmete sich den Klassikern im Spiel, unzählige Händler, Verlage und Vereine zeigten ihre Neuerscheinungen und luden zu Probespielen ein. Wirklich positiv zu vermerken ist, dass die Veranstalter die Hallen und Abstände zwischen den Stände großzügig gewählt haben. Im Gegensatz zur Spielmesse in Essen gab es praktisch nirgendwo Gedrängel und man fand immer einen freien Tisch für eine Proberunde. Selbst in den Spitzenzeiten am Samstag nachmittag, konnte man noch ein ruhiges Eckchen finden. Echte bahnbrechende Neuerungen habe ich weder bei P&P noch bei Larp entdeckt, aber der Trend “Steampunk” scheint auch im Spielegenre aufgegriffen zu werden. So legt der Uhrwerk-Verlag die alten Space 1889 Veröffentlichungen neu auf und diverse Brettspiele setzen ebenso auf Dampf und Messing. Am Stand von Werkzeugs fand sich das Who-is-Who der deutschen Fantasy-Autoren zur Lesung ein, darunter Christoph Hardebusch, Markus Heitz und als internationales Highlight A. Sapkowski (The Witcher). Leider sind die Lesungen von den Veranstaltern zu wenig (bis gar nicht) beworben worden, aber die Reihen der Hörer waren dennoch gut gefüllt.

Neben den beiden Hallen bietet die RPC eine Außenfläche als kleinen Mittelaltermarkt, auf dem die üblichen Stände zu finden waren, sowie eine Bühne mit mittelalterlichen Bands.
Im Gegensatz zur Spiel in Essen, kennt die RPC ihre Wurzeln und ihr Publikum und bietet den Fans und Spielern mit der “Aktion Fandom” auch nicht kommerziellen Projekten Standfläche, ein Einsatz den man gar nicht genug loben kann.
Fazit: Die RPC ist eine gelungene Veranstaltung, die zeigt, dass Rollenspiel noch lange nicht tot ist. Professionell organisiert, aber im Herzen immer noch eine Fan-Veranstaltung. Da bin ich nächstes Jahr auch gerne wieder dabei.
Weitere Eindrücke findet man bei Chris und auf dem neuen Blog Memesis Virtualis.

RPC in Köln
02. Apr
Es geht doch nichts über Qualitätsjournalismus:
Spiel mit uns: In sexy Elfen verwandeln sich Kerstin (21) und Anja (22) beim „Live-Action-Rollenspiel“ (LARP)Jetzt wird‘s freakig! Morgen startet die Role-Play-Convention (RPC) zum ersten Mal in Köln. (…)
bei der Bildzeitung.
Am Samstag werde ich dann auch “freakig” werden..
Lesungen RPC 2009 Köln
31. Mrz
Auf der RPC gibt es auch dieses Jahr ein beachtliches Programm in Sachen Autorenlesung. Das Lesecafé wird von WerkZeugs organisiert.
via Chris
Freitag
03.04. – 12.30 Uhr – Linda Budinger – “Die Greifenritter von Alnoris”
03.04. – 13.30 Uhr – Tom Finn – “Die Wächter von Astaria”
03.04. – 14.30 Uhr – Karl-Heinz Witzko – “König der Kobolde”
03.04. – 15.30 Uhr – Markus Heitz – “Vampire! Vampire!”
03.04. – 16.30 Uhr – Andre Wiesler – “Wolfsfluch”
03.04. – 17.30 Uhr – Alexander Lohmann – “Die Gefährten des Zwielichts”
Samstag04.04. – 11.30 Uhr – Oliver Plaschka – “Fairwater”
04.04. – 12.30 Uhr – Boris Koch – “Die Anderen”
04.04. – 13.30 Uhr – Christoph Hardebusch – “Sturmwelten – Unter Schwarzen Segeln”
04.04. – 14.30 Uhr – Andrzej Sapkowski – “Das Erbe der Elfen – Hexersaga”
04.04. – 15.30 Uhr – Markus Heitz – “Blutportale”
04.04. – 16.30 Uhr – Christoph Marzi – “Du glaubst doch an Feen oder?”
04.04. – 17.30 Uhr – Peter Freund – “Mysteria”Sonntag
05.04. – 11.30 Uhr – Michael Thiel – “Schattenwacht”
05.04. – 12.30 Uhr – Daniela Knor – “Nachtreiter und Sternenwächter”
05.04. – 13.30 Uhr – Andrzej Sapkowski – “Das Erbe der Elfen – Hexersaga”
05.04. – 14.30 Uhr – Bernhard Hennen – “Rabengott”
05.04. – 15.30 Uhr – Kai Meyer – “Die Sturmkönige”
Save the German Larp
13. Jan
Unter diesem Motto traf sich am vergangenen Wochenende der Deutsche Liverollenspiel-Verband e.V. in Oberwesel und lud zu drei Tagen voller Vorträge, Workshops (und Partys) zum Thema Larp ein. Die Tagung gab sich international mit Gästen aus vielen Ländern, darunter Lettland, USA und natürlich die skandinavischen Nachbarn.
Im Rahmen der Veranstaltung wurde der F.R.E.D. verliehen, der Preis für das innovativste Rollenspiel-Konzept des letzten Jahres. Gewinner ist “Projekt Prometheus“, ein alternate Reality Game zum Datenschutz und Terrorismus, das von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert wurde. Ein weiteres Highlight war die Vorstellung des neuen Larpwikis.
Durch meine Teilnahme an der Sitzung der IG Mittellande, sind leider einige Vorträge an mir vorbei gegangen. Die wenigen, die ich mitbekommen haben, waren sehr informativ und unterhaltsam. Die IG Mittellande sind eine bundesweite Larp-Kampagne, die ihren Mitgliedern einen gemeinsamen Hintergrund und dadurch ein dichteren Spielhintergrund geben möchte. Wir hatten uns mit unserem Larpland Vodgorod für die Mittellande beworben und wurden am Samstag einstimmig aufgenommen. Als direkte (erfreuliche) Folge des Eintritts, stehen nun Verhandlungen über Diplomatie und Handelsbeziehungen zu anderen Ländern an und die ersten freundschaftlichen Kontakte wurden geschlossen.
Nach einigen Jahren der Stagnation ging dieses Jahr eine spürbare Aufbruchsstimmung durch die Mittellande, die hoffentlich noch lange hält. So will sich die Mittellande im April auf der Roleplay Convention in Köln präsentieren, um den Online-Rollenspielern zu zeigen, dass es da draußen auch noch richtiges Rollenspiel gibt.
Der Mittelpunkt hat eine Menge Schlaf gekostet, was aber durch leckere Cocktails, gute Gespräche und natürlich die anwesenden Superhelden locker ausgeglichen wurde. Die Mission “Save the German Larp” wurde erfüllt.
Fotos vom Event gibt es bei Ralf und Jan, hier zum Beispiel yours truly bei der “Arbeit“.



