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Beiträge getaggt mit MMA
Käfig-Kämpfe
20. Aug
Außerdem planen die Innenminister der unionsgeführten Länder ein rasches Verbot blutiger Käfig-Kämpfe. Zum Verbot der sogenannten Käfig-Kämpfe, dem Ultimate Fighting, sagte Bouffier: “Es ist eine schlimme Fehlentwicklung, wenn sich Menschen vor Publikum in Käfigen blutig schlagen. Wir müssen diesem abscheulichen Treiben schnell eine Ende setzen.”
Ich dachte bei Käfig-Kämpfen ja erst an Bundestags-Debatten, der Herr Bouffier meint aber was anderes und zeigt mal wieder verblüffende Unwissenheit. Ultimate Fighting ist kein “Käfig-Kampf” und auch kein Extrem-Kampfsport, wie die Süddeutsche schreibt, sondern eine Firma. Was sie verbieten wollen ist MMA (Mixed Martial Art), bei dem der Kampfstil im Ring nicht festgelegt ist. Nur bei der UFC wird der Ring durch einen “Käfig” begrenzt (und ist achteckig: The Octagon), Firmen wie Pride oder K1 benutzen den klassischen Boxring. Ein “Käfig” mag für das einfache Gemüt brutal aussehen, aber für den Sportler macht es keinen Unterschied, wie der Ring begrenzt ist. Man könnte auch ne Linie auf den Boden zeichnen. Der Käfig beißt nicht, schlägt nicht, tritt nicht, sondern begrenzt einfach nur den Raum.
Ebenso ist im MMA seit Royce Gracie nicht mehr viel von “Schlägereien” zu sehen, sondern es handelt sich zu 98% um einen Ringerwettkampf, der meistens nicht mit KO, sondern mit Submission (= eine überlegene Ringerposition ) gewonnen wird.
Vergleicht man MMA mit Boxen ist die Verletzungsstatistik deutlich kleiner. Im Gegensatz zum Boxen sind die Sportler nicht darauf trainiert, ihren Kopf möglichst lange durch Schläge durchwalken zu lassen und so dauerhafte Hirnschäden zu riskieren, sondern es gibt entweder ein schnelles KO oder eben besagten Submission-Hold.
Letztendlich ist diese Sau, die hier durch das Dorf getrieben wird eine Schwester der Counter-Strike-Säue und vor allem ein Sommerloch-Füller. Es hab bisher in Deutschland exakt eine! UFC Veranstaltung, aber dennoch ist es unseren Politikern jedes Mittel recht als Retter der Welt in die Presse zu kommen.
Bully Beatdown
27. Jan
Und noch ein Fund vom Wochenende: Die neue MTV Reality-Serie Bully Beatdown.
Dass MTV praktische keine Musikvideos mehr sendet und fast völlig auf “Reality”-Formate (mit unterschiedlichen Realitäts-Stufen) setzt ist keine Neuigkeit, dass die meisten dieser Formate langweilig sind, ebenso. Mein Interesse für die neue Serie wurde durch den Host geweckt, nämlich Jason “Mayham” Miller, ein bekannter Mixed Martial Arts Sportler. Die Grundidee der Serie spricht sicherlich auch manchen Geek oder Nerd aus dem Herzen: Einmal diesem Arsch, der einen immer rumschubst und verprügelt, zeigen, dass er nicht immer der Sieger ist. Die Bullys werden von Jason Miller besucht und ihnen wird ein Angebot gemacht. 10 Riesen Cash auf die Kralle, wenn sie zwei Runden mit einem MMA Sportler in den Cage steigen. Eine Runde Ringen und eine Runde Kickboxen.
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Wie man sich denken kann, ist das Ego der Bullys immer größer als der Verstand und sie nehmen das Angebot an. Was dann folgt spricht die niedrigsten Instinkte jedes Geprügelten an… erschreckend und es macht unglaublich viel Spaß zu sehen, wie die tumben Typen im Ring gefaltet werden. Von der großen Klappe ist innerhalb weniger Sekunden nichts mehr zu hören, Körperdeckung ist für alle ein Fremdwort. Irgendwie auch logisch, ihre kleinen Opfer wehren sich ja auch nie.
Ja, Bully Beatdown ist flache Unterhaltung, aber hey: MMA im normalen Fernsehen, alleine das ist schon toll. Und wer hätte nicht so einen Typen, den er mal gerne in den Ring stellen möchte….



