Cynx Cynical World
Beiträge getaggt mit Larp
Spielen für den Weltfrieden
10. Aug
Den Weltfrieden will Jane McGonigal mit ihrem TED-Talk “Gaming can make a better world” nicht direkt, aber der Titel ihres Vortrags steckt ein ähnlich hohes Ziel. Ein Nicht-Spieler wird bei der Idee, die Welt durch Spiele zu einem besseren Ort zu machen, wahrscheinlich erst einmal abwinken, aber McGonigal zeigt diesen Zweiflern, dass Spieler ein unglaubliches Potential haben.
Gerade nach den noch frischen Erlebnissen vom Liverollenspiel letzte Woche, kann ich ihrer Analyse nur unterstreichen: Die Welt braucht mehr Epic Wins!
Mythodea 2010
10. Aug
Die jährliche Reise auf den fernen Kontinent Mythodea ist beendet und der Arbeitsalltag hat mich wieder. Wie immer ist es eigentlich nicht möglich, die Eindrücke einer Woche Live-Rollenspiel in einen Blog-Artikel zu fassen.
Dieses Jahr waren die Entsandten Vodgorods auf drei Lager aufgeteilt: einige im Wasserlager, um mit der reinigen Kraft des Wasser das Licht nach Mythodea zu bringen, einige im Magielager, um in den magischen Sphären zu kämpfen und im Erdlager lagerte eine tapfere kleine Bauerntruppe (darunter ich), um der bösen Festung mit klassischer Handarbeit den letzten Stoß zu versetzen. Unsere Einsatz (u.a. im gefühlten Morgengrauen einen Angriff zu starten, um dann bis zur tiefesten Müdigkeit Nachts die Festung zu halten) hatte Erfolg: Die Festung ist gefallen, Terra befreit und der Süden Mythodeas ein wenig sicherer geworden. Die grandiosen Kämpfe gegen die NSCs (ganz großes Kino! Danke) werden mir lange in Erinnerung bleiben, aber ebenso auch die Lauferei auf der langen Straße ans “Ende der Welt” (aka Erdlager).
Die Organisation des CoMs war wie immer ausgezeichnet, viele gute neue Ideen (z. Bsp. Umkleide-Zelte vor den Duschen) und immer hilfsbereit. Beim Plot habe ich mich dieses Jahr auf’s Kämpfen beschränkt und kann daher wenig dazu sagen. Einzig das Timing hätte etwas straffer sein können. Gerade nach dem Fall der Festung hat das Warten auf eigentlich nichts die Feierstimmung sehr zerstört, da man sich bis dahin zu Tode gelangweilt hatte.
Wir sehen uns nächstes Jahr wieder.
Irgendwann…
22. Apr
… möchte ich auch mal an einem Pennsic War teilnehmen. Gute, faire Kämpfe ohne das Larp “mimimi“.
Bedenklich
13. Apr
LARPers concerned about ‘Wild Hunt’
No, the geek world is not one big happy family. Territorialism reigns.
For instance, there’s been some concern about The Wild Hunt, a movie about a LARPing (Live Action Role Playing) weekend gone wrong. You’d think the fact that the creators — director Alexandre Franchi and writer/co-star Mark Antony Krupa — spent 20 years together in Montreal basements playing Dungeons & Dragons, would buy them some cred. (…)
Ich will den Film immer noch sehen!
The Knights Of Badassdom
16. Feb
Die Filmbranche hat Larp als neuen Background entdeckt:
Peter Dinklage steht in Verhandlungen für The Knights Of Badassdom, eine Horrorkomödie von Joe Lynch (“Wrong Turn”).
Knights Of Badassdom dreht sich um einen Mann, der von seiner Freundin verlassen wird und daraufhin seine Freunde zu einem Live-Rollenspiel begleitet.
Ein mysteriöses Buch sorgt jedoch für Unheil, als die Gruppe aus Versehen einen realen Dämonen herbeir
Larper-Gameshow
05. Feb
Endlich veranstaltet jemand mal ein gutes Larp! An dieser spanischen?! Gameshow wird man sich in Zukunft orientieren! Action, Abenteuer, Adventure.. Abgründe!
Auf Youtube kann man sich von weiteren Episoden inspirieren lassen.
Update: Es ist eine mexikanische Sendung. Das Video auf der Startseite der offiziellen Seite ist noch beeindruckender! (Aber leider nicht einbindbar).
Larp: Epik und Realität
28. Jan
Made my day:
300 Larpkrieger auf einem Fleck bedeutet nicht Epik, 300 Larpkrieger bedeutet: Grillen wollen, aufs Klo müssen, Rücken verstaucht wegen Unsportlichkeit und schlechter Rüstung, Hitzekoller und allgemein Unlust wegen Gesoffen haben und vor allem bedeutet es eins: “Was will er Typ da vorne eigentlich?” “Ne, mit dem Spiel ich nicht” “Der hat doofe Ohren”
Das Conquest of Mythodea Blog berichtet aus dem Alltags eines Avatars.
Reise nach Tunguska
30. Sep
Das erste deutsche Steampunk-Larp ist am Wochenende über die Bühne gegangen (oder besser durch den Zug). Nach einem Tag ausschlafen und einem weiteren die Stapel der realen Welt wieder aufzuarbeiten, wird es Zeit für einen kleinen persönlichen Blick aus SL/Orga Sicht.
Wer mehr zum eigentlichen Larp wissen möchte, schaut rüber zu Clockworker, wo sich Callas Bericht in Englisch befindet oder auf Feuerbach auf Deutsch. Dort sind auch viele sehr geniale Fotos verlinkt.
Der Con war ein Experiment in vielerlei Hinsicht:
Zum Zeitpunkt der Planung gab es noch kein Steampunk-Larp, das man im Internet finden konnte. Also keinerlei Erfahrung, die man sich irgendwo abschauen konnte, auch nicht international.
Wir, die Orga, hatten noch nie etwas zusammen veranstaltet und kennen uns weniger als ein Jahr. Das Kernteam bestand nur aus zwei Personen: Calla und mir, womit Plot, Charaktere, Anmeldung, Buchen usw auch in unseren Händen lag.
Insbesondere die Frage: “Was wollen die Spieler von so einem Setting (und was wollen wir)?“, war nicht abzuschätzen. Wollen sie Monsterwellen, Ambiente, Intrigen oder etwas ganz anderes?
Die Planung begann und einige Ideen mussten schnell verworfen werden, leider war es es unmöglich einen Zeppelin zu mieten (zumindest zu realen Preisen), also verlegten wir uns auf eine Eisenbahn. Aber auch hier gestaltete sich die Suche als schwierig, sämtliche Vereine mit historischen Eisenbahnen haben entweder nie geantwortet oder verlangten Unsummen. Parallel dazu wurde an einem durch Rotwein inspirierten Abend der Plot ersonnen. Da wir in einer extrem engen Location spielen wollten, kamen NSC-Horden nicht in Frage. Letztendlich kam nur ein “echter” NSC zum Einsatz, ein weiteres Experiment, denn mit ihm stand und fiel das ganze Setting. Die Charaktere wurden von uns zu 90% vorgegeben, da wir die Spieler dazu bringen wollten, mal wieder richtig eine Rolle zu spielen und nicht ihre Vorlieben auszuleben.
Nach einiger Suche fand sich dann das Zughotel Wolkenstein. Dort stehen mehrere alte Mitropa-Wagons inkl. Speise Wagen im idyllischen Erzgebirge, die zu einem Hotel umgebaut wurden. Der Kontakt mit dem Besitzer gestaltete sich auch als schwierig, neben einer kleinen Sprachbarriere hatte man dort noch nie etwas von Larp gehört, selbst ein Krimidinner war unbekannt. Wir versuchten Liverollenspiel zu erklären, aber es bestand auch keinerlei Interesse an der Veranstaltung, außer der, des zahlenden Publikums.
Auf Grund der Entfernung und fehlender Termine konnten wir uns das Zughotel auch nicht vorher anschauen. Am Freitag des Cons um 14 Uhr, habe ich das Gelände das erste mal betreten… Improvisation ist eben alles.
Aber es hat sich gelohnt:
Man kann mit nur einem NSC (und einem weiteren unter den Spielern eingeschleusten) eine dichte Atmosphäre aufbauen, wobei die enge der Zugwagons extrem dazu beigetragen hat. Sowohl die Spieler, als auch wir hatten wahnsinnigen Spaß. Selbst der Nach-Con-Gedanke einer Orga “Niemals wieder” kam überhaupt nicht auf. Im Gegenteil, seit gestern werden schon wieder irre Pläne geschmiedet…
Ich sag schon mal Tschüss
31. Jul
… denn ab Sonntag bin ich beim Larp und befreie Mythodea… oder so.

News im Cyberspace
06. Jul
Eine geballte Ladung Cybernews:
- Das neue Buch von Cory Doctorow “Makers” wird von Tor als Serienhäppchen online gestellt. Das Buch erscheint als Hardcover Ende des Jahres, die Serienhäppchen heute. “Set in the immediate future, Makers tells the story of two inventors caught in the midst of the next transformation of the American economy.”
(via) - Atomic blickt zurück auf 25 Jahre Neuromancer
- Neotokyo : Ein japanischer Cyberpunk Half-Life Mod
- Cyberpunk-Larp.de: Eine Kampagne seit 2003 kommt zu ihrem Finale


