Cynx Cynical World
Beiträge getaggt mit Google
Terminator ARD
04. Jan
Es gibt doch nichts Schöneres, als den Tag mit einem Lachen zu beginnen.
So Sprach Monika Piel, Intendantin des WDR zum Tagesspiegel:
Ist Google eine Bedrohung für die ARD?
Natürlich. Das gilt aber nicht nur für uns, sondern für alle Qualitätsmedien.
Sie hat Qualitätsmedien gesagt! Die ARD! Qualität! Hahaha! Der Programm mit mit Highlights leuchtet wie “Eisbär, Affe & Co.” in der Folge 170 und morgen natürlich 171… Und komm mir jetzt bitte niemand mit Tatort. Eine erfolgreiche Serie, die seit Jahrzehnten totgeritten wird und trotzdem hin und wieder mal glänzt, ist noch lange keine Existenzberechtigung.
Die Gebetsmühle: Google stellt keine Inhalte bereit, sondern verweist nur auf solche, wenn man den Gedanken von Frau Piel logisch zu Ende denkt bedeutet dies, dass die “Qualitätsmedien die Bedrohung für die Qualitätsmedien sind”. Dem kann ich nur zustimmen.
Aber es kommt noch besser:
Den Geburtsfehler des Internets – kostenlose Inhalte – zu beseitigen ist aber schwierig und langwierig.
“Talk to the hand and hasta la vista, baby!”
Liebe “Qualitätsmedien”, niemand hat euch hier gewollt, verpisst euch einfach. Solltet ihr noch eine Spur Restintelligenz besitzen (und Fremdsprachenkenntnisse), dann empfehle ich euch den Vortrag von Annalee Newitz auf dem 27c3 “Three jobs that journalists will do in 2050 – Why future media may be more powerful (and more subversive) than ever before“, dann werden ein paar von Euch auch noch in der Zukunft einen Job haben.
Aber ich möchte auch Danke sagen. Danke, für den unglaublich großen Motivationsschub endlich wieder mehr zu bloggen und kostenlose Inhalte ins Netz zustellen. Aber keine Angst, ich mache euch keine Konkurrenz, ich recherchiere nämlich vorher.
PS: Inhalte beseitigen könnt ihr ja besonders gut, auch die von uns bezahlten.
Wenn du Geld hast, darfst du auch etwas lesen
22. Jul
Als Google vor dem Einscannen die Rechteerben verwaister Bücher nicht ermittelte und bei ihnen um Erlaubnis anfragte, wurde das von den deutschen Verlagen scharf kritisiert (…)
An dieses Gerangel vor einigen Monaten erinnern man sich noch gut. Was stand man auf den Barrikaden. “Geistiges Eigentum” (ein absolutes Unwort) würde nicht geschätzt werden, die Autoren würden kein Geld bekommen (in meiner Welt bekommen die Verlage das Geld und der Autor ein Trinkgeld) und so weiter und so weiter… Google könne nicht einfach Bücher einscannen, sondern müsse erst nach den Erben der Rechte dieses Eigentums suchen. Wo kämen wir denn da auch hin, wenn man so einfach Bücher/Zeitungen lesen könnte, die gemeinfrei sind. Womöglich lernt noch jemand etwas aus der Geschichte. Fürchterliche Vorstellung.
Aber es gibt ja auch Helden und Lichtgestalten im im Kampf um das Wohl des “geistigen Eigentums”, aktuell Verlag Walter de Gruyter in Kooperation mit der Springer Gruppe. Gemeinsam digitalisieren sie zur Zeit die “Vossischen Zeitung” aus der Staatsbibliothek Berlin. Die Zeitung hat einen hohen historischen Wert, da sie oft als Quelle zur bürgerlichen Berichterstattung dient. Vielen Bibliotheken fehlt die VZ in ihrer Sammlung. Darum ist es eine gute Idee, diese historische Besonderheit allgemeiner zugänglich zu machen… könnte man denken. Denn der Verlag lässt sich den Zugang zu der digitalen Zeitung mit 27.390 EUR !! vergolden. Das habt ihr nicht? Kein Problem, für 5390 EUR gibt es den günstigen Jahreszugang.
Bei den Preisen werden sich den Zugang nur Bibliotheken leisten können und eine ohnehin kränkliche Kuh noch weiter gemolken.
Das Leben an einem Tag
07. Jul
Googles Projekt “Life in a day” wird am 24.7 die Augen auf die Welt richten. Jeder ist aufgefordert seinen Tag mit der Kamera festzuhalten und damit einen kleinen Beitrag zum Film “Life in a day” beizusteuern. Regisseur und Oscar-Preisträger Kevin Macdonald (The Last King of Scotland) wird mit Executive Producer Ridley Scott aus diesem Material eine Dokumentation schneiden, die auf dem Sundance Festival 2011 uraufgeführt werden. Wessen Filmschnipsel es in die Endfassung schafft, wird als Co-Regisseur genannt und 20 Teilnehmer haben die Chance zum Festival eingeladen zu werden. Alle eingesendeten Filme werden im Youtube-Kanal lifeinaday zu finden sein, auf dem auch die Teilnahmebedingungen zu finden sind.


