The Cynxpire
Cynx Cynical World
Cynx Cynical World
23. Nov
Den älteren Fans fantastischer Literatur sind die peinlichen Cover, Titel und Klappentexte der Fantasy- und SF-Büchern früherer Zeiten noch gut in Erinnerung. Man konnte sehr gut erkennen, dass alles was auf dem Buchumschlag gedruckt wird, fest in Händen der Marketingabteilung ist, die meistens nicht ein µ Ahnung von dem Inhalt haben. Aber die Zeiten haben sich gebessert und man muss die Bücher mit dem Boris Vallejo Bonbon-Cover nicht mehr peinlich berührt in die zweite Reihe verbannen.
Bei Randomhouse ist allerdings einer dieser alten Marketing Zombies Helden vergangener Zeiten wieder aus dem Grab gekrochen und durfte ein Buch “gestalten”. Dabei hat er sich gleich ein Flaggschiff aus der Verlagsreihe ausgesucht, man will ja auch nicht kleckern. Der neueste Terry Pratchett Roman wird mit diesem Cover erscheinen:

Wir schreiben das Jahr 2010 und jemand schreibt tatsächlich noch “Märchen” auf einen Fantasyroman?! Ganz abgesehen davon, dass die Romane von Pratchett seit langer Zeit Satiren auf unsere Gesellschaft sind und es sich bei dem Buch auch im literarischen Sinn nicht um ein Märchen handelt, hatte ich diese Zeiten eigentlich überwunden geglaubt.
Das Cover ist billig gemacht (Kobolde? Really?) und passt zum Titel. Nur hat dieser Titel so gar nichts mit dem Original (oder dem Inhalt) zu tun. “I shall wear midnight” enthält zwar das Wort Mitternacht, nur taucht in dem ganzen Buch kein Mitternachtskleid auf.
Der Titel zitiert “A hat full of sky” (ebenfalls Pratchett): “When I’m old I shall wear midnight, she’d decided. But for now she’d had enough of darkness.”. Beide Bücher haben die gleiche Protagonistin, in “A hat” als 11-jährige, in “Midnight” als 16-jährige. Selbst dem Unbelesene könnte jetzt ein Licht aufgehen, dass es hier einen Zusammenhang gibt.
… und er ging hinaus und weinte bitterlich (Lk. 22,62)
Danke an Tom für den Hinweis
22. Nov
Die Geschichte von Katie zeigt, dass die Welt von Geeks unterwandert ist:
I’ll tell you a secret – when you get older, nerds run things.
19. Nov
Meine Damen, liebe Jedi-Ritterinnen!
Dieser junge Padawan braucht Eure Hilfe! Sie wurde in der Schule gemobbt, weil sie mit einer Star Wars Trinkflasche in die Schule gekommen ist.
Katie loves Star Wars, and she was very excited about her new items. For the first few months of school, she proudly filled her water bottle herself and helped me pack her lunch each morning.
But a week ago, as we were packing her lunch, Katie said, “My Star Wars water bottle is too small. It doesn’t hold enough water. Can I take a different one?” She searched through the cupboard until she found a pink water bottle and said, “I’ll bring this.”
I was perplexed. “Katie, that water bottle is no bigger than your Star Wars one. I think it is actually smaller.”
“It’s fine, I’ll just take it,” she insisted.
I kept pushing the issue, because it didn’t make sense to me. Suddenly, Katie burst into tears.
She wailed, “The first grade boys are teasing me at lunch because I have a Star Wars water bottle. They say it’s only for boys. Every day they make fun of me for drinking out of it. I want them to stop, so I’ll just bring a pink water bottle.”
Jedem, der nur ein wenig der Macht spürt, ist klar: Hier muss geholfen werden und die Hilfe ist einfach. Hinterlasst einen Kommentar der Unterstützung bei Epbot, um Katie zu zeigen, dass sie nicht alleine ist.
Die Hilfe der Herren natürlich auch, aber ich glaube die Damen haben hier größere Relevanz.
19. Nov
SWR-Mitarbeiter Rainald Becker aus dem ARD-Hauptstadtstudio in den Tagesthemen zum Terrorismus:
“Was Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Bürger angeht, sollten wir uns an den USA orientieren. Telefonüberwachung, Onlinedurchsuchung, Datenspeicherung und ab und zu ein Fingerabdruck, das ist kein Teufelszeug. Wer das nicht will, kann sich ja zuhause hinter dem Ofen verkriechen.”
als Video bei Netzpolitik
Wie wird man noch mal Kommentator beim TV? Kompetenz und Sachverstand kann es nicht sein…
Bitte, bitte Herr Becker, gehen sie in die USA und sagen – oder noch besser machen sie das bei einem US-Bürger ihrer Wahl. Ich würde ein Texas oder Florida vorschlagen, da dürfte diese Idee für sie besonders lehrreiche Folgen haben. Ihre körperliche Unversehrtheit kann ich aber nicht garantieren.
Die US hat keine Vorratsdatenspeicherung, weil es die Bürgerrechte zu sehr einschränken würde. Ich weiß, dass mit den Bürgerrechten kennt man hier nicht mehr, aber machen sie sich mal mit dem Gedanken vertraut, das war mal eine echt nette Einrichtung in Deutschland.
Das mit den Fingerabdrücken wird auch schwierig, da man nicht gezwungen ist, in den USA einen Personalausweis zu besitzen. Bei Durchsuchungen ohne wirklich zwingenden Grund (also nicht: nur mal so), könnte es ihnen passieren, dass der Bürger sich auf das Second Amendment beruft (“The right to bear arms”) und sie sehr deutlich davon überzeugt, dass es sich um sein Grundstück handelt.
Der Platz hinter dem Ofen ist also weiterhin für sie frei, da können sie sich hinsetzen und etwas über andere Länder lernen.
18. Nov
Die Terrorgefahr ist wieder akut in Deutschland und es wird Zeit, dass wir etwas dagegen tun! Bevor wir das aber machen schauen wir uns diesen Terrorismus noch mal genauer an. Was ist denn das überhaupt?
Terrorismus: (…) Der Terror dient als Druckmittel und soll vor allem Unsicherheit und Schrecken verbreiten oder Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugen. Terrorismus ist keine militärische Strategie, sondern primär eine Kommunikationsstrategie.
Mit anderen Worten, ich versuche mit Unsicherheit und Schrecken meine politischen Ziele zu erlangen. Ich mache das mal an einem praktischen Beispiel deutlich: Ich erzähle, dass etwas Schlimmes passieren wird, wenn man nicht mit meinen Zielen übereinstimmt. Das mache ich immer mal wieder, damit sich diese Vorstellung auch gut im Hirn des Hörers verankert. Will ich nun mein Ziel wirklich erreichen, greife ich auf diese Verankerung zurück und setze einen konkreten Schrecken dazu. Eine Bombe könnte explodieren, da dies noch zu schwammig klingt, nenne ich ein Datum, denn ein Datum ist greifbar. Dabei nicht zu genau werden, sondern einen Zeitraum nennen, das erhöht die Unsicherheit des Hörers und lässt ihn im Ungewissen. Dabei ist es völlig irrelevant, ob diese Bombe wirklich existiert oder nicht. Es reicht das Spiel mit der Angst.
Nachdem diese Meldung durch die Presse gegangen ist, liefere ich die Auflösung des Schreckens nach, natürlich meine Auflösung, dass eng mit meinem höheren Ziel verbunden ist und schon hat man mit Terrorismus sein Ziel erreicht.
Genau nach dieser Methode wird mal wieder Politik gemacht, irgendjemand will irgendwas wahrscheinlich Ende November machen. Unsere Nachrichtendienste sind schon toll, sie wissen wo die Terroristen ausgebildet wurden, kennen ihren Zeitplan, die möglichen Ziele und geben dies auch alles bekannt. Ab dann lehnen sie sich wieder zurück, weil sie keine Möglichkeit haben zu handeln. Die Lösung soll die Vorratsdatenspeicherung sein, also dieses Konstrukt, das schon einmal vom Verfassungsgericht auf die Finger bekommen hat. Das ist aber kein Grund zur Sorge, denn:
“Wer sich jetzt noch gegen die Vorratsdatenspeicherung wehrt, hat die Bedrohungslage nicht verstanden”, sagte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Hans-Peter Uhl
Lieber Herr Uhl,
es ist schon unglaublich kompetent und demokratisch, wenn man in einer Diskussion seinem Gegenüber Dummheit unterstellt und ihm einfach jegliche Meinung abspricht. Das zeugt nicht gerade von einer guten Kinderstube, geschweige denn einer gehobenen Diskussionskultur. Ich will aber trotzdem auf ihren Aussage eingehen, auch wenn es mir widerstrebt, mich auf ihr Niveau herab zu lassen.
Bleiben wir erst einmal bei ihrer Forderung: Wie genau hilft da die Vorratsdatenspeicherung? Wenn man ihnen glauben darf, wissen wir doch nicht konkret wer die Attentäter sind? Wie wollen sie denn dann in den riesigen Datensätzen etwas finden, dass ihnen hilft, denn auch mit Vorratsdatenspeicherung brauchen sie einen konkreten Verdacht, damit sie an die Daten kommen. Oder ist das dann Teil 2 des Terrorplanes?
Da wir aber auf ihrem Niveau sind, möchte ich mir ihre Aussage zu eigen machen:
“Wer sich jetzt immer noch nicht gegen die Vorratsdatenspeicherung wehrt, hat die Technik nicht verstanden.”
Aber keine Angst Herr Uhl, damit befinden sie sich auf dem gleichen Niveau wie “ihre” Terroristen. Sie befinden sich da in bester Gesellschaft!
Denn diese Terroristen sind schon ganz helle Kerlchen: sie können Ausbildungslager bauen, perfekte Netzwerke stricken, die gefährlichsten Bomben basteln, Geheimdienste an der Nase rumführen und Schläferzellen betreiben, die immer noch unentdeckt sind. Was sie allerdings nicht können, sind so einfache Dinge wie Verschlüsselung oder VPN benutzen. Selbst ins Internet-Cafe zu gehen (wo es keine Datenspeicherung gibt), verbietet ihnen ihr terroristischer Ehreneid. Denn sonst würde die Datenspeicherung auch nicht helfen. Das diese Terroristen absolute Nullen in Sachen Physik und Chemie sind (vielleicht auch Juristen wie sie?), macht den Umgang mit ihnen auch einfacher. Sonst würde nämlich herauskommen, dass man mit Quecksilber oder Thermit lustige Dinge machen kann, die alle nicht von den Scannern am Flughafen entdeckt werden. Dafür klingeln diese Scanner aber mit großer Regelmäßigkeit bei den externen Boxen des Laptops und verunsichern den Bürger ein wenig mehr auf dem Weg zum großen Terrorziel.
Ich möchte ihre Expertise auf diesem Gebiet aber nicht in Frage stellen, denn sie haben schon hinreichend bewiesen, dass sie in Sachen Technik an der Spitze sind. So haben sie bereits klargestellt, dass es sich bei den Mitgliedern des Chaos-Computer Clubs um “Pseudo-Computerexperten” handelt, deren Aussagen „ohne Sinn und Verstand und moralisch verkommen” sind1.
Leider hat das Verfassungsgericht nicht auf ihre fachmännische Ratio vertraut und dieses Pseudos als Experten gehört. Dabei könnte man so viel von ihnen lernen, Herr Uhl. Zum Beispiel über die Terror-Gefahr durch 12jährige Kinder, die deswegen auch strengstens vom Staat überwacht werden müssen2.
Mal so unter uns, wo wir doch auf einer Seite kämpfen… wo bekommt man eigentlich das Zeug, was sie rauchen? Und wie schafft man es dann auch noch ein Bürgervertreter zu werden und zu bleiben?
Update:
Netzpolitik.org macht das ganze deutlich sachlicher als ich: “Die Bilder der Anschläge im Kopf” – Widerspruch zwischen Angst vor Terrorismus und Wirklichkeit
16. Nov
Emily Hagins hat sich im zarten Jugendalter schon einen Namen als Filmemacherin gemacht, warum sollte ein Teenager auch keine Zombie-Filme drehen? Ihr neuestes Projekt wendet sich der anderen Sorte Untoten zu. Den Untoten, die in ihrer Altersklasse sehr beliebt sind. Aber Emily ist anders als ihre Altergenossinnen und so ist ihr Film auch anders…
In a culture that is currently overrun with romanticized vampires, it is up to four geeky teenagers to defend their friend and beloved sci-fi convention from a group of very real, and very blood-thirsty vampires.
15. Nov
Meine Zeiten als Hardcore-Gamer mit durchgezockten Nächten sind lange vorbei und spielten (pardon the pun) sich auch rein auf dem PC Rechner (C64,Atari,PC) ab. Daher sind die ganzen Konsolen sehr sang- und klanglos an mir vorbei gegangen. Bei der Wii wurde ich dann doch neugierig, das innovative Controlling gefiel mir und ich habe mehrfach über den Kauf nachgedacht. Der Entschluss kam aber doch nie, zum einen weil die Wii eben “nur” diese Spiele kann und zum anderen weil mir der letzten Funken zum Kauf fehlte.
Microsoft arbeitete seit Jahren am “Project Natal”: einer Bewegungssteuerung, die ohne Controller auskommen und eine deutliche breitere Anwendungsmöglichkeit haben sollte. Vor ca. 6 Monaten wurde aus Natal “Kinect” und die Geburt des neuen Produkts groß vorgestellt.
Seit Mittwoch ist Kinect auch in Deutschland erhältlich (1) und gab für mich den Anstoß mir auch endlich eine Konsole anzuschaffen. Also war ich am Wochenende im Fachmarkt der Wahl und bin mit dem “Xbox 360 Kinect Bundle” wieder raus.
… und wenn am Wochenende nicht meine Internetverbindung aufgegeben hätte, wäre das Erlebnis noch schöner gewesen…
Die Installation und der Aufbau der Kinect ist einfach: Kabel rein, aufstellen, einschalten. Die Sensoren messen noch den Raum aus und es kann losgehen. Details über die verschiedenen Spiele kann man überall lesen, daher spare ich sie mir hier. Mir geht es um das persönliche Fazit:
Es macht einen riesigen Spaß vor der Konsole zu zappeln, bei der Bedienung in den Menus fühlt man sich ein wenig an Minority-Report erinnert, nur nicht ganz so cool. Besonders beeindruckend war für mich das Sportprogramm. Durch die ständige “Beobachtung” der Kamera werden Fehlpositionen erkannt und die virtuelle Trainerin gibt Hinweise zur Korrektur der Bewegung. Selbst bei Sportmuffeln könnte mit der Kinect der Spaß an der Bewegung wiederkommen.
Vor der Anschaffung sollte man aber noch zwei Punkte bedenken:
Noch eine andere Meinung, der ich mich gut anschließen kann: Why You’ll Fall in Love With the Xbox Kinect
Natürlich kann man auch “normale” Xbox-Spiele zocken und so habe ich das Wochenende mit Fable II verbracht…
(1) Bei Amazon ist die Kinect ohne Bundle bereits ausverkauft und nur noch über Marketplace-Händler erhältlich.
10. Nov
Ein kleiner Podcast-Tip für Spieler, Geeks und andere Kreaturen: The Weekly Geek Show
Wie der Name schon vermuten lässt, ein wöchentlicher Podcast über alle möglichen Geekthemen mit dem Schwerpunkt auf Videospielen, aber Filme, Bücher, Comics und Musik kommen auch nicht zu kurz.
We’re a geek culture podcast and blog covering video games, music, food and more. We are the kinds of people who evangelize whatever we are into – it could be anything – but it’s usually pretty geeky. We’re casual, conversational, NSFW and hopefully interesting.
Neben dem reinen Informationswert, lebt der Podcast von den vier Moderatoren, die sich humorvoll die Bälle zu werfen und kein Blatt vor den Mund nehmen. Der aktuelle Podcast startet mit Halloween-Bräuchen, Antisemitismus (durch den Juden in der Runde) und endet mit Kindern im Keller als Halloween-Geschenk, bevor man zum Thema Spiele – in diesem Fall “Fall Out Las Vegas” – übergeht… ganz normal also.
60 Minuten gute Geek-Unterhaltung, die man ruhig auch mal weiterempfehlen kann – auch für Nichtspieler.
10. Nov
Der Artikel des Wissenslogs bringt es auf den Punkt: Erst lesen, dann verstehen, dann denken und dann (ggf.) erst handeln. Gilt in allen Lebenslagen.
Oder um es mit den Worten der Landesapothekenkammer Baden-Württemberg zu sagen:
Die Richtlinie enthält kein „Verkaufsverbot für Heilpflanzen“. Vielmehr wird durch sie ein vereinfachtes Registrierungsverfahren für solche Fertigarzneimittel geschaffen, die pflanzliche Wirkstoffe enthalten und auf traditioneller Anwendung beruhen. Dieses Registrierungsverfahren stellt gegenüber dem normalen Zulassungsverfahren eine deutliche Erleichterung für die Hersteller dar.
Als amüsante Randnotiz: Der Fachverband der deutschen Heilpraktiker distanziert sich ebenfalls
Foto:Grant MacDonald