Cynx Cynical World
Spiel
Larp ist doch kindisch… ist es das wirklich?
29. Mrz
Außerhalb der Rollenspiel-Szene (und zum Teil selbst innerhalb), wird Liverollenspiel oft als kindische Beschäftigung abgetan. Erwachsene, die sich komische Klamotten anziehen und merkwürdige Dinge machen. Der Teil ist sicherlich auch manchmal immer noch so, aber es gibt mittlerweile auch viele interessante Konzepte, die den normalen Rahmen verlassen und neue Konzepte erforschen. Die Skandinavier sind im Liverollenspiel schon lange als Wegbereiter bekannt und dieser Bericht über das Spiel “Delirium” zeigt, was im Liverollenspiel alles möglich ist. Wer seine Vorurteile ablegen möchte, sollte sich 30 Minuten Zeit nehmen und diese Dokumentation sehen (dänisch, mit englischen Untertiteln).
My body is cage…
Delirium documentary from Nordic Larp on Vimeo.
/afk: Machinima Film über einen WoW-Addict
25. Nov
Die völlig normale Geschichte eines WoW-Abhängigen, der kurz vor der Löschung seines Charakter noch schnell einen Drachen erlegen will..
Ein Interview mit dem Macher gibt es auch.

via Nerdcore
Turnvater Jahn 2.0 aka Xbox Kinect
15. Nov
Meine Zeiten als Hardcore-Gamer mit durchgezockten Nächten sind lange vorbei und spielten (pardon the pun) sich auch rein auf dem PC Rechner (C64,Atari,PC) ab. Daher sind die ganzen Konsolen sehr sang- und klanglos an mir vorbei gegangen. Bei der Wii wurde ich dann doch neugierig, das innovative Controlling gefiel mir und ich habe mehrfach über den Kauf nachgedacht. Der Entschluss kam aber doch nie, zum einen weil die Wii eben “nur” diese Spiele kann und zum anderen weil mir der letzten Funken zum Kauf fehlte.
Microsoft arbeitete seit Jahren am “Project Natal”: einer Bewegungssteuerung, die ohne Controller auskommen und eine deutliche breitere Anwendungsmöglichkeit haben sollte. Vor ca. 6 Monaten wurde aus Natal “Kinect” und die Geburt des neuen Produkts groß vorgestellt.
Seit Mittwoch ist Kinect auch in Deutschland erhältlich (1) und gab für mich den Anstoß mir auch endlich eine Konsole anzuschaffen. Also war ich am Wochenende im Fachmarkt der Wahl und bin mit dem “Xbox 360 Kinect Bundle” wieder raus.
… und wenn am Wochenende nicht meine Internetverbindung aufgegeben hätte, wäre das Erlebnis noch schöner gewesen…
Die Installation und der Aufbau der Kinect ist einfach: Kabel rein, aufstellen, einschalten. Die Sensoren messen noch den Raum aus und es kann losgehen. Details über die verschiedenen Spiele kann man überall lesen, daher spare ich sie mir hier. Mir geht es um das persönliche Fazit:
Es macht einen riesigen Spaß vor der Konsole zu zappeln, bei der Bedienung in den Menus fühlt man sich ein wenig an Minority-Report erinnert, nur nicht ganz so cool. Besonders beeindruckend war für mich das Sportprogramm. Durch die ständige “Beobachtung” der Kamera werden Fehlpositionen erkannt und die virtuelle Trainerin gibt Hinweise zur Korrektur der Bewegung. Selbst bei Sportmuffeln könnte mit der Kinect der Spaß an der Bewegung wiederkommen.
Vor der Anschaffung sollte man aber noch zwei Punkte bedenken:
- Kinect braucht Platz! Mindestens 1,5-2 Meter vor dem TV und 2 Meter in der Breite. Es ist also nichts für das Studentenzimmer und die Möbel müssen eventuell auch weichen.
- Die Sensoren funktionieren am besten, wenn sie auf dem TV stehen. Nur lässt das die Bauweise der meisten modernen Fernseher kaum noch zu. Bei mir stehen sie auf einer Höhe von ca. 70 cm vor dem TV, arbeiten da aber auch sehr gut.
Noch eine andere Meinung, der ich mich gut anschließen kann: Why You’ll Fall in Love With the Xbox Kinect
Natürlich kann man auch “normale” Xbox-Spiele zocken und so habe ich das Wochenende mit Fable II verbracht…
(1) Bei Amazon ist die Kinect ohne Bundle bereits ausverkauft und nur noch über Marketplace-Händler erhältlich.
Shadowrun Kalender 2011
04. Okt
Der Shadowrun-Kalender ist fertig gestellt und kann bei Pegasus vorbestellt werden. Erscheinungstermin ist der 21.10. (zur Spiel in Essen). Schnell bestellen, denn der Kalender ist limitiert.

Spielen für den Weltfrieden II
17. Aug
Mal wieder etwas Forschungsmaterial für meine Lieblings-Gamedesignerin:
Stuart Brown says play is more than fun:
A pioneer in research on play, Dr. Stuart Brown says humor, games, roughhousing, flirtation and fantasy are more than just fun. Plenty of play in childhood makes for happy, smart adults — and keeping it up can make us smarter at any age.
Guild Wars 2 Manifesto
12. Aug
Wenn die Macher von Guild Wars 2 auch nur die Hälfte von dem umsetzen, was sie da erzählen könnte das Spiel wirklich ein ganz großes Fortschritt in Sachen MMO werden. Mich hat es sehr neugierig gemacht.
Spielen für den Weltfrieden
10. Aug
Den Weltfrieden will Jane McGonigal mit ihrem TED-Talk “Gaming can make a better world” nicht direkt, aber der Titel ihres Vortrags steckt ein ähnlich hohes Ziel. Ein Nicht-Spieler wird bei der Idee, die Welt durch Spiele zu einem besseren Ort zu machen, wahrscheinlich erst einmal abwinken, aber McGonigal zeigt diesen Zweiflern, dass Spieler ein unglaubliches Potential haben.
Gerade nach den noch frischen Erlebnissen vom Liverollenspiel letzte Woche, kann ich ihrer Analyse nur unterstreichen: Die Welt braucht mehr Epic Wins!
Mythodea 2010
10. Aug
Die jährliche Reise auf den fernen Kontinent Mythodea ist beendet und der Arbeitsalltag hat mich wieder. Wie immer ist es eigentlich nicht möglich, die Eindrücke einer Woche Live-Rollenspiel in einen Blog-Artikel zu fassen.
Dieses Jahr waren die Entsandten Vodgorods auf drei Lager aufgeteilt: einige im Wasserlager, um mit der reinigen Kraft des Wasser das Licht nach Mythodea zu bringen, einige im Magielager, um in den magischen Sphären zu kämpfen und im Erdlager lagerte eine tapfere kleine Bauerntruppe (darunter ich), um der bösen Festung mit klassischer Handarbeit den letzten Stoß zu versetzen. Unsere Einsatz (u.a. im gefühlten Morgengrauen einen Angriff zu starten, um dann bis zur tiefesten Müdigkeit Nachts die Festung zu halten) hatte Erfolg: Die Festung ist gefallen, Terra befreit und der Süden Mythodeas ein wenig sicherer geworden. Die grandiosen Kämpfe gegen die NSCs (ganz großes Kino! Danke) werden mir lange in Erinnerung bleiben, aber ebenso auch die Lauferei auf der langen Straße ans “Ende der Welt” (aka Erdlager).
Die Organisation des CoMs war wie immer ausgezeichnet, viele gute neue Ideen (z. Bsp. Umkleide-Zelte vor den Duschen) und immer hilfsbereit. Beim Plot habe ich mich dieses Jahr auf’s Kämpfen beschränkt und kann daher wenig dazu sagen. Einzig das Timing hätte etwas straffer sein können. Gerade nach dem Fall der Festung hat das Warten auf eigentlich nichts die Feierstimmung sehr zerstört, da man sich bis dahin zu Tode gelangweilt hatte.
Wir sehen uns nächstes Jahr wieder.
Ubisoft: Vom Mehrwert bei Spielen
05. Jul
Ubisoft-Chef Guillemot im Gespräch mit SpOn:
[Kopien:]
Es ist ein ständiger Kampf, und es hat Zeiten gegeben, in denen wir nicht so gut waren, wie die Leute, die unsere Spiele raubkopieren, und andere Zeiten, in denen wir besser waren. Es ist ein guter Kampf. Jede Seite will sicherstellen, dass alle Spiele auch gespielt werden können. Aber wir wollen sicherstellen, dass die Schöpfer auch bezahlt werden, die anderen sagen: ‘Wir wollen spielen, ohne zu bezahlen.’ Das Wichtigste, was wir online erreichen können, ist Menschen zu verbinden, damit sie zusammen spielen, Teil einer Gemeinschaft sein können. Wir müssen erreichen, dass es besser für sie ist, wenn sie bezahlen, als wenn sie nicht bezahlen.
(Hervorhebung von mir)
Auch wenn Ubisoft sein Debakel mit der Online-Aktivierung seiner Spiele hatte, scheinen sie verstanden zu haben. Zum einen, dass man mit Mehrwert auch mehr Käufer findet und zum anderen, das eine Gängelung der Kunden durch Digital Rights Management schädlich ist.
Bei Blizzards zu Hause
27. Apr
Ars Technica besucht das Hauptquartier von Blizzard und liefert einen spannenden Fotobericht ab. Ich gebe zu, ich bin ein klein bisschen neidisch:

The corporate culture at Blizzard is intense. After working with the company for five years, you get a sword. After ten years, you get a shield. Each year a new design for each is created, meaning long-time employees will all have different combinations. Peeking into the offices, we saw many, many swords and shields.





