Cynx Cynical World
Minne
Spiegel-Ritter
01. Sep
Da hat SpOn aber mal wieder einen Artikel, der einem den Keuschheitsgürtel rostig macht…
Unter dem Titel “Ritter Gnadenlos” erklärt der Spiegel wie das denn so damals mit den Ritter war, so “Im Mittelalter”. Wir reden wir zwar über eine Zeit von knapp 500 Jahren, aber wer wird denn so kleinlich sein. Auch lernen wir, dass Ritter ihren Reichtum auf der Plünderung ihrer toten Gegner aufgebaut haben. Klar, so ein böser Ritter hatte seine Templer-Express-Karte und ca. 500 Goldstücke locker an seiner Rüstung hängen. Sobald man ihn umgehauen hat, muss man nur sein Zeug nehmen…
Mann, Mann, Mann… manchmal kann man gar nicht soviel Gewürzwein trinken, wie Journalisten Unsinn schreiben.
Im Prinzip kann man jeden Abschnitt des Artikels mit “NOT” enden lassen. Sicherlich ist es ein journalistisch schöner Aufmacher einen Mythos auseinander zunehmen, da bin ich voll dabei. Aber bitte dann auch bitte mit den korrekten Informationen und nichts was man was man bei PM History, Gallileo oder anderen Schwachmaten-Magazinen aufgeschnappt hat.
Tjoste – Der nächste Extremsport?
10. Aug
Diese Frage stellt die New York Times: Is Jousting the Next Extreme Sport?

Den Bogen überspannen
18. Mai
An einem aktuellen Thema ein kleine Lehrstunde aufzuhängen ist in der Presse häufiger zu finden. So ist die Idee der Welt den Film Robin Hood mit der Geschichte des Langbogens zu verbinden begrüßenswert, wenn das ganze auch noch sauber recherchiert worden wäre.
Mittelalter-Waffen – Wie Robin Hoods Bogen die Welt veränderte
Wenn überhaupt war der Bogen in den Schlachten von Crécy und (1346) und Agincourt (1415) entscheidend. Selbst da weisen neuere Forschungen darauf hin, dass engl. Historiker ihren edlen Bogenschützen deutlich größer geschrieben haben, als er eigentlich war. Dennoch war der Einsatz der Bogenschützen ein guter Teil des Erfolges gegen das französische Heer (neben einem völligen strategischen Versagen der Franzosen). Aber 1346 & 1415 ist (je nach Definition) am ziemlich Ende des Mittelalters und konnten es daher nicht bahnbrechend ändern. Die Benutzer eines solchen Bogens waren auch nicht “freie Männer”, wie es die Welt schreibt. Der Begriff “Freiheit” ist sehr neuzeitlich, die romantische Braveheart-Vorstellung ist einfach Unsinn. Im Gegenteil “ein Mann ohne Herr” war im Normalfall ein Verbrecher, denn er fand keinen Herrn der für ihn Sprach. Er war ein Ausgestoßener aus der Ständegesellschaft. Teil dieses Ständeverhältnisses war die Verpflichtung eines jeden Untertanen mit dem Bogen zu trainieren. Und so weiter und so fort….
Rittertunier
03. Mai
Ein echtes! Ritterturnier (in Zeitlupe gefilmt) mit einem fulminanten Treffer.
Bei der Gelegenheit muss ich allgemein auf das Blog von Cry Havoc hinweisen, der mich seit einiger Zeit mit tollen Fundstücken versorgt. Meist nur wenig Text, dafür aber gekonnt in Szene gesetzt mit einem passenden Foto. Genau dort habe ich auch dieses Fundstück aufgegabelt.
Ein "Ehren"-Kampf
12. Mai
Dieses kleine Video zeigt einen SCA-Kampf und vor allem wie man nicht ehrenvoll kämpft. Ansonsten macht der Film ne Menge Spaß.
Vielleicht sollte ich noch kurz die Regeln erklären:
Gekämpft wird in Rüstung und Helm (beides mindestens 2mm Stahl) und mit Tape umwickelten Rattan-Schwertern. Der Schlag oder Stich wird nicht gestoppt, sondern soll einem echten Schlag gleich kommen. Wird der Gegner getroffen, entscheidet dieser, ob der dieser Schlag von der Rüstung blockiert worden wäre (“light“) oder wirklich getroffen hätte (“good“). Wird man “gut” am Bein getroffen geht man in die Knie und kämpft von dort aus weiter, bis der “tödliche
” Schlag kommt.
Es liegt also in der eigenen Ehre nicht zu schummeln…. attorney columbus injury accutane
Analyse:
Der Kämpfer in rot ist seinen Gegner um Längen überlegen. Seine Deckung ist immer da wo sie sein muss und seine Schläge treffen, am Torso, am Bein und am Kopf. Soweit man das aus dem Video erkennen kann, auch immer mit der nötigen Wucht. Das scheint den anderen aber nicht wirklich zu beeindrucken und er bleibt weiter stehen (auch als “Rhino-Hide” bekannt).
Der Kampf wird vom Marshal (dem Schiedsrichter) beendet, der Kumpel von dem schlechten Verlierer ist aber auch nicht besser. Er greift trotz deutlich hörbaren Schiedsrichter-Kommandos von hinten! an und steckt danach eine Menge “good Blows” ein, bis er am hinteren Oberschenkel getroffen wird, wo er keine Rüstung hat und die Knie geht.
(Eigene Erfahrung: Das schmerzt höllisch! Ich glaube das war nicht nach Regeln, sondern eine Reaktion).
Man könnte jetzt denken, der Kämpfer in rot verhält sich mit dem letzten Schlag unehrenhaft (was ich ihm nach diesen Aktionen vergönnen würde), aber auch hier ist er voll innerhalb der Regeln. Der letzte Schlag (nach Regeln tödliche) trifft die Stelle mit der besten Rüstung und ist daher noch wirklich nett. Ich glaube aber, er wird ein paar Glocken gehört haben…
Keine Gnade für Braveheart
20. Apr
Der Fall des William Wallace, besser bekannt als Braveheart, sollte vor dem englischen Gericht neu aufgerollt werden, da seine Verurteilung als Verräter zweifelhaft ist.
Professor Tom Devine, head of the school of history, classics and archaeology at Edinburgh University, said: “The treason charge was simply a concoction based on the assumption that Scotland was a province of England and in that sense it was a mistrial.
“Scotland had been recognised as an independent nation by the Papacy and, therefore, any treason charge was just a reflection of an arrogant English monarchy.”
Das schottische Gericht hat die Neuaufnahme des Falls abgelehnt, da Wallace in London verurteilt wurde und damit unter englische Jurisdiktion falle. Das englische Gericht lehnte die Wiederaufnahme wegen formaler Gründe ab (In Schottland ist es möglich so alte Fälle erneut zu verhandeln, in England nicht).
Belt Sword
11. Mrz
Die Stimme in meinem Kopf sagt: “Haben will”
Die Webseite zum Produkt RazorSword ist fürchterlich “cheesy“, insbesondere das hier im Blog nicht gezeigte Demonstration-Video.
Reportage über Burgenbau in Guédelon
10. Mrz
Deutsche Welle-TV berichtet über Burg Guéldelon, die seit 1997 rein mit mittelalterlichen Mittel nachgebaut wird.
Die Welt Anno Domini 1025
17. Feb
Das wird jetzt wahrscheinlich nur mich in Begeisterung versetzen, aber ich poste es trotzdem:
- Älteste bekannte, relativ realistische Darstellung der britischen Inseln
- Wahrscheinlich in Canterbury zwischen 1025 und 1050 erstellt.
- Basiert wahrscheinlich auf einer älteren Karte aus römischer Zeit
- Benutzt die römischen Provinznamen und zeigt römische Stadtsymbole
- Im Jahr 800 und 1000 aktualisiert
- Ge-Ostet (Osten ist oben)
- Pergament
- mehr bei der British Library



