Cynx Cynical World
Cyberpunk
Digitale Drogen – Update
14. Jul
Sehr lange musste ich nicht warten mit der Reaktion, denn heute beschäftigt sich auch die ersten deutschen Schreiberlinge mit dem Thema und fragen bei der österreichischen Drogenberatungsstelle nach.
Digitale Drogen: Kids holen sich Rausch im Web
Jugendschützer laufen Sturm gegen kostenlose Lockangebote(auf Pressetext.de: Nachrichten für Meinungsbildner)
Nicht-Endlagerplätze Versteigerung
14. Jul
Da kam in der Koalition also die Idee auf, die Laufzeit Verlängerung für Atomkraftwerke einfach zu versteigern. Großartige Idee aus dem Sommerloch. Ich möchte diese Idee aber noch einen Schritt weitertragen, ein weiteres Finanzloch füllen, alle Bürger mit einbeziehen und das Problem der Entsorgung gleich mit lösen:
Die Bundesregierung versteigert “Nicht-Endlagerplätze”.
Per default ist jeder Bundesbürger verpflichtet, einen alten Brennstab bei sich zu Hause im Wohnzimmerschrank zu lagern. Wer das nicht möchte, kann eine Nicht-Endlager-Lizenz ersteigern. Alternativ könnte man auch noch einen “Burn-Out-Lizenz” versteigern, mit der man dem bösen Nachbarn zwei oder mehr Brennstäbe ins Heim drücken kann. Die finanziellen Möglichkeiten lassen sich sicherlich noch weiter ausschöpfen.
Bekomme ich jetzt ein Bundesverdienstkreuz?
Defcon “kaput”?
14. Jul
Gestern hab ich noch über den Defcon in Las Vegas geschrieben, heute geht eine “Horrormeldung” durch die Hacker-Kreise: Das Rivera-Hotel – Austragungsort des Cons – hat Insolvenz angemeldet. Es ist schon schwierig genug so kurzfristig ein neues Hotel zu bekommen, aber für gut 18.000 Teilnehmer? No way.
Die Veranstalter sehen es aber locker und mit Augenzwinkern:
The day the Riv filed for chapter 11 bankruptcy. Is DEF CON really cancelled? Show up and find out! We have been in many hotels, some that were imploded, and some that were exploded. I think this is our first one that went kaput!
“Chapter 11 bankruptcy” ist tatsächlich kein Weltuntergang und DefCon wird ganz normal statt finden. Diese Art des Insolvenzverfahren wird dringend in Deutschland benötigt, denn es ist weit besser, als nur einen Konzern abzuwickeln.
Dem Rivera geht es nicht wirklich schlecht, es hat nur zu viele Schulden, so dass die Zinsen den Umsatz und die Gewinne auffressen. Das ist oft bei älteren Konzernen der Fall, bei denen sich über Jahre hinweg immer mehr Verpflichtungen aufbauen. Der Cashflow stimmt nicht, wie man so schön auf Neudeutsch sagt. Die Idee des Chapter 11 ist genau diesen Umstand für beide Seiten – Schuldner wie Banken – positiv aufzulösen: Die Schulden des Konzerns werden in Anteile (meist Aktien) umgewandelt und diese an die Banken verkauft.
Vorteil für den Schuldner: Er muss nicht mehr nur für die Zinsen arbeiten.
Vorteil für die Banken: Sie haben ein Sorgenkind weniger in ihren Reihen und besitzen Aktien an einem bald wieder florierenden Unternehmen.
(Das ist natürlich sehr vereinfacht dargestellt.)
Durch Chapter 11 wurden zum Beispiel Marvel Comics wieder gesund – ebenso Harley Davidson, beides Unternehmen, die mittlerweile wieder fest im Markt sind. Auch einer meiner alten Arbeitgeber hat sich so von seiner Schuldenlast befreit und arbeitet wieder mit Gewinn. Mir würden spontan eine Menge deutsche Konzerne einfallen, deren Geschäft immer noch gut funktioniert, die aber Schuldenprobleme haben. Nur werden sie hier nur abgewickelt. Auf Kosten der Angestellten und oft auch Kunden.
Digitale Drogen – Willkommen in der Zukunft!
13. Jul
In March, three high schoolers from Mustang High School in Oklahoma were sent to the principal’s office for apparently being high or drunk. Once in said office, they claimed that they were intoxicated on tunes, man. Digital drugs, man. They’re groovy.
NewsOK, an Oklahoman news organization, reports on the growing phenomenon of “i-dosing” with hilariously awkward technologically illiterate phrasing:
“Young people plug into i-dosers through putting on headphones and downloading music and tones that create a supposed drug-like euphoria.”
Kompletter Artikel “Today In Overblown Parental Scares: Digital Drugs”
Ich warte auf die ersten deutschen Eltern-Organisationen, die vor dieser Gefahr warnen. Bis dahin ziehe ich mir noch einen i-doser durch die Headphones.


