Cynx Cynical World
Cynx
Dieser Benutzer hat keine Details eingegeben.
Webseite: http://www.cynxpire.de
Beiträge von Cynx
Phæno
30. Dez
Fragt man im Freundeskreis nach Physik oder allgemein Naturwissenschaften wird der Faltenbildung im Gesicht direkt Vorschub geleistet. Die meisten sind froh, dieses grausame Kapitel der Schulzeit hinter sich gelassen zu haben. Auf der anderen Seite ist das Fernsehen voller populär-wissenschaftlicher Sendungen, die den Zuschauer mit anschaulichen Experimenten die Welt der Naturwissenschaft näher bringt und sich reger Beliebtheit erfreuen.
Grund für dieses Paradoxon dürften in erster Linie demotivierte Lehrkräfte sein. In meinem Studienjahrgang war es üblich auf Lehramt zu wechseln, wenn man das normale Physikstudium nicht schaffen konnte. Die paar Semester Pädagogik waren schnell gemacht und die Scheine für Physik deutlich einfacher. Kein Wunder, dass bei so einem System keine guten Lehrer entstehen können.
Das Phæno in Wolfsburg will das Staunen über die Natur dem Menschen wieder näherbringen und so besuchte ich letzten Sonntag, begleitet von drei zauberhaften Assistentinnen das Museum. Staunen kann man schon bevor man das Gebäude betritt, denn die Archtiktur ist mehr als außergewöhnlich. Der Guardian zählt es zu dem zehn wichtigsten Gebäuden moderner Architektur. Auf 154 Meter erstreckt sich ein Betonbauwerk, das auf zehn Füßen ruht. Zaha Hadid konzipierte den Bau, der Teil einer eigenen Führung ist (mehr zur Architektur).
Mit 12 EUR pro Person betritt man durch einen der Betonfüße (Cones) das Gebäude und soll laut Homepage ca. drei bis vier Stunden für den Besuch einplanen. Nach unserem Besuch von drei Stunden kann ich nur sagen, dass dies utopisch ist. Wir haben vielleicht ein Viertel der Ausstellungen gesehen, geschweige denn ausprobiert. Die Jahreskarte für nur 29 EU lohnt sich also ohne Frage.
Im Inneren wird dem Besucher nach Themen aufgeteilt die Welt der Naturwissenschaft näher gebracht. Dies geschieht nicht mit langweiligen Schautafeln, sondern einer wirklichen Vielzahl von Experimenten zum ausprobieren. Neben jedem Exponat steht eine kleine Anleitung was man zu tun hat und kann direkt ans Ausprobieren gehen. Ein weiterer Text erklärt was passiert und nennt den physikalischen Hintergrund. Das Experimentieren steht ganz klar im Vordergrund. So lernt man etwas über den Bernoulli Effekt, Drehmomente oder Statik. Leider sind wir nicht weiter als durch die Newton’sche Physik gekommen. Viele der Exponate sind deutlich mehr als nur Experimente, sondern Kunst mit physikalischen Mitteln. Begleitet wird die Dauerausstellungen von Sonderveranstaltungen (zur Zeit Lego), Workshops (Küchen-Chemie) oder diversen Shows (Laser, Feuertornado). Das angeschlossene Restaurant baut im Vergleich leider sehr ab und wirkt sehr lieblos, für die kulinarischen Experimente lohnt sich der Besuch in der gegenüberliegenden Autostadt.
Ein Besuch im Phæno kann ich nur empfehlen, auch wenn man mit Naturwissenschaften überhaupt nichts am Hut hat (oder gerade dann!).
Ich jetzt auch
30. Dez
Nach dem in meinem Freundes- und Bekanntenkreis schon einiges an Bücher geschrieben wurde (und das mit Erfolg), habe ich mir über die Feiertage gedacht: Das kann ich auch! Ob mit Erfolg wird man sehen, aber darum geht es mir erstmal gar nicht. Viel mehr will ich mir beweisen, dass ich einen längeren Text schreiben kann ohne die Lust zu verlieren. Diverse Artikel und Kurzgeschichten habe ich schon unter das Volk gebracht, aber das ist schon etwas anderes.
Grundlage ist ein Expose, das schon länger auf der Festplatte dümpelt. Ein Fantasyroman soll es werden, einen den ich vom Stil und Inhalt selber gerne lesen würde, Arbeitstitel “Schneesturm”. Dieser Blogeintrag hat nur den Sinn mich selber zu motivieren und am Ball zu bleiben…
Thundercats Trailer
23. Dez
Thundercats gehört zu diesen Serien, die mir damals auf Sky TV den Zugang zur englischen Sprache gebracht haben. Linda De Mol – damals noch mit abstehenden Ohren – moderierte die DJ Kat Show und brachte dem europäischen Zuschauer dank Kabel-TV Samstags-Cartoons nahe, darunter eben auch die Thundercats.
DJ Kat verstaubt in irgendeinem Archiv, aber die Thundercats tragen noch viele im Herzen, ebenso wie HeMan oder die Transformers. Wie die Kollegen sollen auch die Thundercats 2010 ihren eigenen Film bekommen, leider “nur” als “CG-Animated Version”. Dabei hätte ein “echter” Film Potential. Wie viel Potential zeigt dieser Fan-Teaser, der gnadenlos aus vielen bekannten Filmen klaut und besser ist als manch professionelle Produktion.
Update: Da kann man mal sehen wie einem die Erinnerung etwas vorgaukelt, Thundercats waren niemals bei DJ Kat.
Der Fluch der Teppiche
23. Dez
“Ph’nglui mglw’nafh Cthulhu R’lyeh wgah’nagl fhtan”
“Ia! Ia! Cthulhu fhtagn”
“Cthulhu R’lyeh fhtagn”
Der Münchner Millionär Eberhart Herrmann versucht seit über 14 Jahren zu beweisen, dass er nicht verrückt ist. Er bekämpft zwei der berühmtesten deutschen Psychiater sowie den Freistaat Bayern und seine Ex-Frau.Das Kamel ist mondbezogen, das Pferd dagegen ist sonnenbezogen”, sagt Eberhart Herrmann und beugt sich über den kaukasischen Läufer, den er eben ausgerollt hat. Es ist nicht ganz klar, worauf sich die Bemerkung bezieht, denn auf dem Teppich sind weder Kamele noch Pferde zu erkennen. Herrmann aber scheint sie zu sehen, die Pferde und auch die Kamele, seine Hand fährt über den alten Läufer wie die Hand des Wettermanns über die Wetterkarte.
Larp: Hinter den Kulissen
22. Dez
Welchen Bezug hatten Lord Byron und Mary Shelley zum Thema LARP? Wieso unterstützt die Bundeszentrale für politische Bildung Live-Rollenspiel? Und was macht man, wenn auf einer Veranstaltung unangemeldet die Presse vor der Tür steht? Mit diesen und anderen Fragen beschäftigen sich die Autoren der Aufsatzsammlung LARP: Hinter den Kulissen, die Anfang Januar anlässlich des MittelPunkt 2009 im Zauberfeder Verlag erscheint. In elf ausgesuchten Beiträgen wagen sie philosophische und historische Betrachtungen des Hobbys, geben hilfreiche Tipps und Anregungen für Organisatoren und stellen Beispielprojekte vor.
Das Buch bietet eine tiefergehende Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten des Hobbys Live-Rollenspiel. Es soll neue Erkenntnisse vermitteln und inspirieren, aber auch Anstoß geben, andere oder sogar entgegengesetzte Meinungen zu formulieren, neue, noch innovativere Projekte anzugehen und Methoden zu entwickeln, mit denen sie effizienter umgesetzt werden können. Eine Publikation für Veranstalter und Interessierte, die der Blick hinter die Kulissen des Live-Rollenspiels reizt.
Das 128-seitige Buch kostet 9,90 Euro und ist ab dem 12. Januar im Zauberfeder-Shop sowie unter der ISBN 978-3-938922-21-7 im Buchhandel erhältlich.
Gerade frisch aus dem Larpzeit-Newsletter, ein klein wenig Eigenwerbung: “Larp: Hinter den Kulissen” ist das erste Buch in Sachen Sekundärliteratur zum Larp (abgesehen von diversen Magisterarbeiten) und lehnt sich grob an die Tagungsbände zum skandinavischen Knutepunkt an. Darunter ist auch ein Beitrag von mir über die Geschichte des Larps bevor es Larp gab. Wann gab es die ersten Ideen in der Richtung, ist P&P wirklich das dunkle Erbe des Larps oder liegen die Ursprünge doch woanders. Da kommt auch Lord Byron und Mary Shelley zum Zuge, wenn auch in einer eher kleinen Nebenrolle.
David Gemmell Legend Award
22. Dez
David Gemmell war der Meister der Heroic Fantasy, keinem anderen ist es so gelungen seine Helden mit Mut, aber auch mit Menschlichkeit auszustatten. Dabei waren die Dialoge oft von einer sehr lebensnahen Philosophie geprägt, die nicht nur in Fantasy-Welten ihren Platz hat. Ihm zu Ehren wird 2009 zum ersten der Legend Award ausgeschrieben, bei dem die fünf besten Fantasy Romane aus 2008 gefunden werden sollen. Die Jury sind die Leser und es ist jedem möglich aus der langen Liste an Nominierungen zu wählen und dabei noch etwas zu gewinnen.
Ende Beginn der Wahl ist der 26.12.2008, also schnell abgestimmt!
Outlander
22. Dez
Die Mathematik ist einfach: Wikinger + Raumschiffe + Spacemarines + Aliens = Outlander
Ob dieses Konzept funktioniert ist sehr fraglich, denn komplett verschiedene Genre zu mischen kann voll in die Hose gehen. Die schlechten Beispiele überwiegen die guten um Längen. Aber es gibt auch seltente Momente wo das sehr gut funktioniert: Highlander zum Beispiel. Outlander könnte auch so eine Ausnahme werden, auf den Festivals auf denen er lief, wurde er mit Begeisterung angenommen.
Feed-Umzug
22. Dez
Wer es nicht mitbekommen hat, Cynx ist jetzt im Cynxpire und der Feedburner-Feed bezieht seine Nahrung nun von hier.
Gene Generation
22. Dez
Endlich mal wieder ein echter Cyberpunk-Film sollte Gene Generation sein, aber es vergingen fast zwei Jahre zwischen Fertigstellung und Veröffentlichung. Selbst die Produktionsfirma schien wohl gemerkt zu haben, dass der Film nicht so der Hit werden würde und bringt ihn nun 2009 direkt auf DVD raus. Die Story um DNA-Hacking ist eigentlich vielversprechend, die Umsetzung ist es nicht. Schlechte bis langweilige Effekte, gefilmt mit Amateurtechnik. Das einzige was den Film etwas sehenswert macht ist Bai Ling und die Musik von CombiChrist sowie Ronan Harris (VNV Nation).






