Cynx Cynical World
Cynx
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Beiträge von Cynx
Deutsche Kreativität
08. Apr
Denn Deutschlands Kapital seien „Kreativität und Wissen, also geistiges Eigentum – das müssen wir selbstverständlich schützen“
Genau, deswegen gibt es auch international den Begriff “German Copycats” mit > 5 Mio Treffer bei Google. Aber in Bayern hat man es ja nicht so mit international und so…
Liebe Gesellschaft: Veränderung
03. Apr
Liebe Gesellschaft,
ihr habt mich mein ganzes Leben dazu erzogen, dass ich Veränderung akzeptieren und fördern soll.
Ich hatte auf meinen Ausbildungsweg eine Schul-, drei Studien- und eine Ausbildungsreform. Um das Studium zu finanzieren, habe ich in fünf unterschiedlichen Berufen gearbeitet. Ich habe in drei Firmen gearbeitet ohne einmal das Büro zu wechseln und meine Abteilung wird einmal im Jahr umorganisiert. Ihr habt gesagt, dass muss so sein und wäre gut so.
Systeme, die nicht funkionieren, sollen abgelöst und stetig verbessert werden. Ihr nanntet es Kaizen, Sig Sixma oder CIP (continuous improvement process).
Und jetzt wundert ihr Euch, dass ich bei Politik nicht anders denke?
Fragebogen 2011
07. Jan
Noch nicht zu spät, der jährliche Rückblick.
Zugenommen oder abgenommen?
Gleich, mit der üblichen Epsilon-Schranke
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weniger kurz, weil mehr weit.
Mehr ausgegeben oder weniger?
Gleich, aber für andere Dinge. Ein Haus lässt einen seltsame Gegenstände erstehen.
Der hirnrissigste Plan?
2011 war reichlich planlos.
Die gefährlichste Unternehmung?
Auf ein Death in June Konzert zu fahren. Zumindest, wenn man der Presse vorher glauben geschenkt hätte.
Der beste Sex?
Indeed.
Die teuerste Anschaffung?
MacBook Air
Das leckerste Essen?
Jul-Essen bei Tom.
Das beeindruckenste Buch?
Eine Menge gute Bücher, aber kein wirklich beeindruckendes.
Der ergreifendste Film?
Siehe Bücher
Die beste CD?
VNV Nation – Atomatic
Das schönste Konzert?
VNV Nation in Gießen und Empyrium in Leipzig
Die meiste Zeit verbracht mit…?
Alltag
Vorherrschendes Gefühl 2011?
Mej
2011 zum ersten Mal getan?
Podcasten
2011 nach langer Zeit wieder getan?
Die Begeisterung für Larp wieder gefunden.
3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Gestorbene Freunde, vermisste Freunde, Alltag
Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Es wird besser.
Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
Das ist gut geworden.
2011 war mit 1 Wort…?
Unnötig
Vorsätze für 2012?
Do epic shit!
Game of Thrones – Staffel 1
20. Jun

Holt mich bitte Frühjahr 2012 wieder aus dem Loch… Ich halte so lange Throne-Schlaf.
Unerträgliche Politiker des Überwachungsstaates
25. Mai
Heute: Der niedersächsische Justizminister Bernd Busemann (CDU)
Er schickt Frau Leutheusser-Schnarrenberger, die letzten Liberale des Landes, “Formulierungshilfen” für den Überwachungsstaat, denn:
Die Regelungslücke [gemeint ist die fehlende verdachtsunabhängige Datenspeicherung] führt nach Ansicht der Niedersachsen gerade (…) zu “unerträglichen Ergebnissen”.
Geht es nach Herrn Busemann, so soll in Zukunft noch schneller geschossen werden:
Auf IP-Adressen soll bereits bei “gewichtigen Ordnungswidrigkeiten” zugegriffen werden können.
Leider sagt er nicht, was diese “unerträglichen Ergebnisse” sind. Meinungsfreiheit? Pressefreiheit? Den Grundsatz, dass man ohne Anlass nicht verdächtig ist? Alles total unerträglich für so einen CDU-Politiker. Statt anderen Formulierungshilfen zu geben, sollte man ihm vielleicht eine Denkhilfe geben. Was einfaches am Anfang, so ein Kreuzwort-Rätsel aus der Bild. Später vielleicht Sudoku. Dann wäre er beschäftigt und kann keinen Schaden mehr anrichten. Bei positivem Therapieverlauf wäre vielleicht sogar ein Berufsbild mit Verstand möglich, das bedeutet aber leider ein Abschied von der Politiker-Karriere.
Pressepeinlichkeiten oder “Quelle: Zeitung”
24. Mai
Die Vertreter der Presse schwingen gerne große Worte über Leistungsschutzrechte und wenn es nach ihnen ginge, möchte man am liebsten jeden Halbsatz und jedes Wort einzeln mit einem Zoll belegen. Das Zitatrecht ist ihnen schon lange ein Dorn im Auge und da klagt man auch gerne mal was das Zeug hält.
Anders sieht es natürlich aus, wenn man selber betroffen ist. Da sehen die Verlage das mit diesen Rechten gar nicht so eng, die beliebte “Quelle: Internet” wird gerne und ausgiebig genutzt. Die Wikipedia ist eine tolle Quelle für Artikel und man muss sie nicht mal nennen. Aber was macht man, wenn man keine Bildrechte hat? Die HNA hat da in ihrer Printausgabe eine völlig neue Möglichkeit gefunden:
Man macht einen sehr pixeligen Screenshot von einem Youtube-Video und schon hat man ein Foto für den Artikel – in diesem Fall von Frau Lierhaus und ihrer Rückkehr ins Fernsehen. Sieht man mal davon ab, dass “Quelle: Youtube” ebenso gut ist wie “Quelle: Papier” ist, gibt es noch ein weiteres spannendes Detail. Das geknippste Youtube-Video ist zu 99.9% ein unerlaubter Mitschnitt einer Sendung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens (lässt sich leider nicht prüfen, da … genau: keine Quelle), aber solche Aufnahmen aus dem Winkel und mit dieser Beleuchtung macht niemand privat von Promis und stellt sie dann auf Youtube.
Was lernen wir: Das Wort “Rechte” kommt für Verleger und Verlage vom dem Wort “Bereichern”. Denn wie man diese Rechte auslegt, hängt davon ab, wie man Geld bekommt oder sparen kann.
Kleines Update: Zur Zeit läuft der G8 Gipfel und darin wurde vom Bertelsmann Chef gefordert:
Zu diesem zählt Ostrowski laut seiner Stellungnahme den Respekt vor dem geistigen Eigentum, den Schutz der Pressefreiheit und ein ausbalanciertes Datenschutzregime.
Großartiges Timing!
Poison Elves
24. Mai

Völlig verblüfft hab ich gerade auf BoingBoing gelesen, dass Drew Hayes, der Autor der Comic-Serie Poison Elves, bereits 2007 verstorben ist. Neben den Pinis (Elfquest) und Cerebus war Hayes einer der Comicautoren, die den Weg vom Underground Artist zum erfolgreichen Eigenvermarkter geschafft haben. Dabei war Poison Elves alles andere als Mainstream:
The art was a black-and-white gothic scratchboard, and Poison Elves’ mix of choppy dream sequences, drug issues, serial killers, strippers and supernatural weirdness looks rough and adolescent at first blush.
Hayes hatte auch keine Probleme eine Ausgabe des Comics fast nur aus Text bestehen zu lassen und Bilder fast völlig zu vergessen. Die Geschichte war wichtig, sonst nichts. Gab es deswegen eine Beschwerde im Leserbrief, so beschimpfte Hayes den Autor des Briefs in der nächsten Ausgabe ohne Rücksicht auf Verluste. Überhaupt waren Leserbriefe und das Editorial eine wichtige Säule des Erfolges von Poison Elves. Hayes schrieb im Editorial über sein Leben: Die Erfolge, die Abstürze, welche Frau ihm gerade das Herz gebrochen hatte. Er kommunizierte mit den Lesern, lange bevor es Blogs und Web 2.0 gab.
Heute Abend werde ich die Abenteuer von Lusiphur wieder aus dem Schrank ziehen…
Merkel und die Sache mit der Statistik
20. Mai
Die Bundeskanzlerin blicht strafend gen Süden. Dieses faule Pack dort. Immer nur Siesta machen und nix schaffen. Wirklich schlimm. Mir wurde letztes Wochenende gesagt, dass Politik nichts mit Fachkenntnis zu tun hat und unter diesem Gesichtspunkt ist die Aussage dann auch valide. Denn die Statistik spricht – wieder einmal – völlig andere Worte:
Laut OECD beträgt die durchschnittliche Jahresarbeitszeit deutscher Arbeitnehmer 1.390 Stunden. Ohne Urlaub entspricht dies rund 5,5 Arbeitsstunden pro Tag, bei 30 Tagen Jahresurlaub wären dies 6,26 Arbeitsstunden. Dieser Wert steht natürlich in Konflikt mit der „gefühlten Arbeitszeit“, lässt sich aber dadurch erklären, dass viele Deutsche nicht in Vollzeit, sondern in Teilzeit oder in Minijobs tätig sind, bei denen die Wochenarbeitszeit deutlich geringer ist. Es gibt kein südeuropäisches Land, in dem die Arbeitnehmer eine geringere Jahresarbeitszeit haben als die Deutschen. In Spanien beträgt die durchschnittliche Jahresarbeitszeit pro Arbeitnehmer 1.654 Stunden, in Portugal 1.710 Stunden, in Italien 1.773 Stunden und Griechenland ist mit 2.119 Stunden sogar unangefochtener Spitzenreiter in dieser Liste.
Ähnlich verhält es sich beim Jahresurlaub und den Feiertagen, auf die Merkel in ihrer billigen Polemik verweist. Nach Angaben des arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft beträgt der gesetzliche Mindesturlaub in Griechenland 23 Tage – hinzu kommen 10 Feiertage. In Spanien beträgt der gesetzliche Mindesturlaub 22 Tage – hinzu kommen 14 Feiertage. In Italien beträgt der gesetzliche Mindesturlaub 28 Tage – hinzu kommen 11 Feiertage. Wenn man also nur den Mindesturlaub und nicht den tatsächlichen Urlaub als Vergleich heranzieht, liegt Deutschland (24 + 10,5) beim Jahresurlaub hinter Spanien und Italien, aber vor Griechenland. Deutsche Vollzeitbeschäftigte haben dank der Tarifverträge jedoch einen durchschnittlichen Jahresurlaub von 29,1 Tagen – addiert man die 10,5 Feiertage hinzu, kommt man zum Ergebnis, dass das exakte Gegenteil von Merkels Stammtischsprüchen zutrifft.
(NachDenkSeiten: Die Kanzlerin der Stammtische)
Es ist aber auch eine Krux mit diesen Zahlen, dass sie sich nie an die Politiker halten.
Auch beim Renteneintrittsalter unterscheidet sich Deutschland nur marginal von den südeuropäischen Ländern. Nach Angaben von Eurostat beträgt das effektive Renteneintrittsalter in Deutschland 62,6 Jahre. In Spanien und Griechenland liegt dieser Wert mit 62,0 bzw. 62,3 Jahren nur leicht unter dem deutschen Wert, in Italien liegt er mit 62,8 Jahren leicht über dem deutschen Wert. Wenn Merkel also das Renteneintrittsalter ins Spiel bringt, so meint sie damit eigentlich, dass – wie bei uns mit der Rente mit 67 – auch andere Länder nach deutschem Vorbild die Renten de facto durch ein höheres gesetzliches Eintrittsalter, das weit über dem effektiven Renteneintrittsalter liegt kürzen sollten. Die deutschen Stammtische sollten sich daher nicht über die vermeintlich zu früh in Rente gehenden Südeuropäer aufregen, sondern eher umgekehrt über ihre eigene Regierung, die ihren Bürgern die Renten über die Hintertür kürzt.
via Thomas
Star Wars Musical
07. Apr
Im Jahr 1996 machte eine High School aus der klassischen Star Wars Sage einen Musical, ein sehr charmantes noch dazu… Bis George Lucas einschritt und sich mit einer einstweiligen Verfügung bedankte. Die komplette Show gibt es aber jetzt im Netz!
weiter geht nach dem Umbruch
Leipziger Buchmesse im Rückblick
29. Mrz
Ein schöner Rückblick auf die Leipziger Buchmesse und die Präsentation des fantastischen Genres. Besagte Fantasy-Leseinsel wurde von WerkZeugs organisiert und die haben sich die Werbung verdient:
Allerdings muss man hier auch anmerken, dass sich dieser spezielle Bereich der Belletristik in Halle 2 allgemein am professionellsten präsentierte und damit den visuellen Ansprüchen eines modernen Lesepublikums vermutlich am ehesten entsprach. Das mag daran liegen, dass die spezielle Zielgruppe mit Selbstinszenierung sichtlich Erfahrung hat. Es kann aber auch der Tatsache geschuldet sein, dass die Autoren und Künstler hier deutlich weniger Berührungsscheu gegenüber ihrem ihrem Publikum haben – und oft genug selbst Fans ihres Genres sind. Literarisches Konkurrenzdenken schien hier kein Thema zu sein. Eine derart entspannte und lesernahe Präsentation konnten daneben nur noch einige Stände der Publikumsverlage in Halle drei und der eine oder andere künstlerisch wertvolle Hochschulstand von sich behaupten.
Zwischen schrillen Kostümen und blassen Ständen – Die Leipziger Buchmesse 2011



