Cynx Cynical World
Verlagsdummheiten
Apple liefert E-Books mit Kopierschutz aus
Viele Verlage bestehen darauf, dass ihre Waren über den iBook-Store nur mit einem Rechtemanagement verbunden ausgeliefert werden.
Ich würde gerne mal mit so einem “Entscheider” sprechen und seine Welt kennen lernen. Lebt dieser Mensch in der gleichen Zeit wie ich? Informiert er sich irgendwie über die Medienbranche? Die Indizien sprechen dafür, dass beides nicht der Fall ist. Die Zukunft dieser Ebooks ist jetzt schon einfach zu beschreiben: Sie werden wie Blei in den Regalen liegen, da niemand eine Bindung des Buches an ein Gerät will. Wenn ich ein Buch kaufe, möchte ich gerne entscheiden auf welchem Medium ich es lese und – für diesen Menschen unvorstellbar – ich habe hin und wieder ein neues Gerät auf dem ich mein gekauftes Buch lesen möchte. Geht der Betreiber pleite (siehe Yahoo-Musik), sind all meine gekauften Dateien nicht mehr zu benutzen und das Geld hab ich in die Tonne getreten. Das hat die Musikindustrie bereits vor Jahren auf die harte Tour erfahren müssen.
Nun gut, verreckt halt – es tut mir nur Leid um die Autoren, die darunter leiden müssen – wie vorher schon die Musiker.
Und jetzt bitte nicht jammern, dass sonst eure Bücher kopiert werden und ihr nichts verkauft. Das ist Bullshit! Ja, die Bücher werden kopiert, aber ihr verkauft dann mehr als je vorher.
In die gleiche Kerbe:
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Cynx am 16. Februar 2010 um 11:37 veröffentlicht und unter Buch, Denken abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |



vor 2 Jahren
Ganz davon ab gesehen das Apple keinen Kopierschutz vorschreibt (offenenes ePub) und zweitens mit einem System arbeitet das zumindest eine Anzahl an Kopien erlaubt wenn denn ein Kopierschutz gewählt wird.
Des weiteren ist noch nicht sicher ob Bücher nicht, wie mp3 einfach auf das Gerät kopiert werden können. Apple ist bei mp3 schon erfolgreich den DRM freien Weg gegangen, warum sollten sie beim e-Book wieder bei der DRM Version anfangen?
Ich hoffe nicht.
vor 2 Jahren
Die Verlegerbranche ist doch bekanntermaßen noch konservativer als die Musikindustrie. Ich hab nix anderes erwartet.
Sehen wir es positiv: Die Chance für Open Content, Public Domain und CC sowie insbesondere für Autoren an den Verlegern vorbei an die Nutzer von eReader-Gadgets wie iPhone und Co. zu kommen, wächst exponentiell diametral zur DRM-Nutzung durch die Verleger.
Im Prinzip kann bereits heute jeder Autor seinen eigenen eBook-Shop (und auch Print-Book-Shop) aufmachen und die Produkte an den Verlagen vorbei verkaufen.
Und das sollte man doch begrüßen.
)
vor 2 Jahren
Außerdem kopiere zumindest ich bloß Werke, die den Kauf des Originals nicht wert sind; also Wegwerfmucke und Langeweileüberbrückungsschmöker.