Nur mal so rumgesponnen:

Wenn die Internet-Zensur kommt, werden die DNS-Server der Provider manipuliert. Auf einem DNS-Server läuft natürlich Software. Diese Software ist natürlich nicht auf diese Manipulationen vorbereitet und muss umprogrammiert werden, damit die Sperrlisten eingefüttert und korrekt bearbeitet werden können. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass bei 80% 70% 1 der Provider BIND als DNS läuft, da es der den de facto Standard vorgibt. BIND steht unter BSD-Lizenz und ist damit Open Source.
D.h. wird eine Veränderung am Quelltext vorgenommen, muss diese Veränderung wiederum veröffentlicht werden.
Das könnte sehr spannend werden zu sehen, wie denn der Zensurhaken in die Software gesteckt wird und noch spannender, wenn sich die Provider weigern sollten, die Änderungen offen zu legen. Diese Änderungen sind nicht gerade simpel, denn die Datenstruktur und Suche über Hash-Tabellen ist nichts was man in der Mittagspause manipuliert.
Auch wenn nicht BIND als DNS genutzt wird, der große Teil der DNS-Systeme fallen unter irgendeine Form von Open Source.

1) Eine Prüfung von 2004 gibt ca. 70% an.

In die gleiche Kerbe:

  1. Die Propaganda der Zensur-Uschi
  2. Zensur und Missbrauch
  3. Eine Zensur findet nicht statt…