Cynx Cynical World
Zensur-Szenarien
Nur mal so rumgesponnen:
Wenn die Internet-Zensur kommt, werden die DNS-Server der Provider manipuliert. Auf einem DNS-Server läuft natürlich Software. Diese Software ist natürlich nicht auf diese Manipulationen vorbereitet und muss umprogrammiert werden, damit die Sperrlisten eingefüttert und korrekt bearbeitet werden können. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass bei 80% 70% 1 der Provider BIND als DNS läuft, da es der den de facto Standard vorgibt. BIND steht unter BSD-Lizenz und ist damit Open Source.
D.h. wird eine Veränderung am Quelltext vorgenommen, muss diese Veränderung wiederum veröffentlicht werden.
Das könnte sehr spannend werden zu sehen, wie denn der Zensurhaken in die Software gesteckt wird und noch spannender, wenn sich die Provider weigern sollten, die Änderungen offen zu legen. Diese Änderungen sind nicht gerade simpel, denn die Datenstruktur und Suche über Hash-Tabellen ist nichts was man in der Mittagspause manipuliert.
Auch wenn nicht BIND als DNS genutzt wird, der große Teil der DNS-Systeme fallen unter irgendeine Form von Open Source.
1) Eine Prüfung von 2004 gibt ca. 70% an.
In die gleiche Kerbe:
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Cynx am 26. Juni 2009 um 07:01 veröffentlicht und unter Denken, Geeky abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Du kannst eine Antwort schreiben oder einen Trackback von deiner eigenen Seite hinterlassen. |



vor 2 Jahren
Tja, BSD-License erlaubt es aber auch, die Änderungen closed zu halten. D.h. die Änderungen müssen nicht veröffentlicht werden.
Des weiteren sollte es reicht leicht möglich sein, aus den Sperrlisten entsprechende Zone-Files zu generieren, die dann der named einlesen kann, das kann also auch mit unmodifiziertem BIND gelingen.
vor 2 Jahren
Schade, ich hatte die BSD Lizenz nur quer gelesen.