Die alteingesessenen Zeitungen sind um Längen besser als Blogger, sagen sie jedenfalls. Deswegen sollten sie auch bezahlt werden, weil eine gute Recherche Geld kostet. Wie gut diese Recherchen sind zeigt sich u.a. an der Süddeutschen “Wahlerfolg der Piraten“. Inhaltlich eher unwichtig (ein Blick ins Parteiprogramm hätte geholfen), aber die echte Recherche-Qualität zeigt sich in diesem Zitat:

In Schweden erreichte die Partei in der Wahl eine Quote von 7,1 Prozent der Stimmen und darf nun wohl eine kaum einundzwanzigjährige Wirtschaftsstudentin als Abgeordnete nach Brüssel schicken.

Hervorhebung von mir

Der Spitzenkandidat der Piratpartiet heißt Christian Engström, das schon länger und er ist eindeutig männlich. Mit Jahrgang 1960 ist er 49 und nicht 21 und keine Wirtschaftstudentin, sondern Mathematiker mit eigener Firma.
Woher ich das weiß? Sogar die deutsche Wikipedia hat schon einen Eintrag zu ihm.

Da zahlt man doch gerne für die Qualität der SZ, oder?!

In die gleiche Kerbe:

  1. Qualitätsjournalismus