Hélio Gracie (Wikipedia) verstarb am 29.Januar im Alter von 95 Jahren. Zusammen mit seinem Bruder Carlos entwickelte er das Brazilian Jiu-Jitsu (eine Weiterentwicklung des japanische Jiu-Jitsu), welches Tritte und Schläge nur strategisch einsetzt und in erster Linie auf Griffe, Hebel und Bodenkampf setzt.

Mit dieser Technik traten seine Söhne Rickson, Royler und Royce Gracie bei Mixed Martial Arts Kämpfen an, in dem Kampfstil gegen Kampfstil, meist ohne Beschränkungen kämpft. Anfangs wurden sie mit ihren traditionellen Judo-Gis (dem weißen Anzug) von den großen Muskelpaketen verlacht, das änderte sich aber sehr schnell nach dem die besagten Muskelpakete sich plötzlich auf dem Boden in einem Würgegriff wieder fanden. Bodenkampf ist bei fast allen traditionellen Kampfkünsten nur ein Randaspekt, so dass sie den Würfen und Hebeln des BJJ kaum etwas entgegen zu setzen hatten. Die Familie Gracie hat den Stil der Mixed Martial Arts Kämpfe grundlegend geändert, wurde früher stehend gekämpft, sind die meisten Kämpfe nun innerhalb von wenigen Sekunden in der Bodenlage. Da dies für den Zuschauer meist eher langweilig ist, haben einige Verbände die Kategorie “Standing Fights” eingeführt.

Hélio Gracie lag die Ausbildung von Kindern immer sehr am Herzen und wurde stets als ruhiger und angenehmer Mensch beschrieben.

In die gleiche Kerbe:

  1. Ad Astra
  2. Ad Astra B-9